Bitcoin kaufen
Bitcoin kaufen in Österreich
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Kurz gesagt
In Österreich kaufst du Bitcoin am einfachsten über eine App, einen Krypto-Broker oder eine Börse, die in der EU zugelassen ist. Prüfe vor dem Kauf, ob der Anbieter eine Zulassung hat, wie hoch die Gebühren sind und ob du die Bitcoin in eine eigene Wallet auszahlen kannst. Beginne mit einem kleinen Betrag und übe die Auszahlung, bevor du mehr kaufst.
Welche Möglichkeiten es in Österreich gibt
Wer in Österreich Bitcoin kaufen will, hat mehrere Optionen. Sie unterscheiden sich darin, wie einfach sie sind, was sie kosten und ob du am Ende selbst die Kontrolle über deine Bitcoin hast.
- Bitcoin-only-Apps: Sie verkaufen nur Bitcoin und sind oft auf Sparpläne und die Auszahlung in die eigene Wallet ausgerichtet. Ein Beispiel ist Relai, eine App aus Zürich, die auch in Österreich verfügbar ist.
- Krypto-Broker: Apps, bei denen du zu einem angezeigten Preis kaufst. In Österreich gibt es auch heimische Anbieter dieser Art. Viele führen hunderte andere Coins, die du für Bitcoin-Sparen nicht brauchst.
- Börsen: Hier handelst du mit anderen Nutzern. Das ist oft günstiger, aber für Einsteiger unübersichtlicher.
- Banken: Manche Banken haben Bitcoin in ihr Online-Banking aufgenommen. Frag vor dem Kauf, ob du die Bitcoin in eine eigene Wallet übertragen kannst.
- Automaten und Gutscheine: Es gibt Bitcoin-Automaten und Gutscheine, die man im Handel kaufen kann. Diese Wege sind meist teurer.
Die Regeln in der EU
Seit Ende 2024 gilt in der EU die Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA. Sie legt fest, welche Zulassung Krypto-Anbieter brauchen und welche Pflichten sie gegenüber Kunden haben. Die Übergangsfristen für bereits tätige Anbieter sind inzwischen ausgelaufen. Zuständig für die Aufsicht in Österreich ist die Finanzmarktaufsicht FMA. Auf der Website der FMA findest du ihre Unternehmensdatenbank und ihre Investorenwarnungen vor unseriösen Anbietern.
Für dich heisst das: Prüfe, ob dein Anbieter eine gültige Zulassung hat. Eine Zulassung schützt dich nicht vor Kursverlusten, aber sie macht Betrug und Missmanagement deutlich unwahrscheinlicher.
Anbieter im Überblick
| Anbieter | Art | Merkmale | Gebühren | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Relai | Bitcoin-only-App aus Zürich | Kauf und Sparplan, nur Bitcoin, verfügbar in Deutschland, Österreich und der Schweiz | Aktuelle Konditionen auf der Website des Anbieters | Bitcoin landen direkt in einer Wallet, die du selbst kontrollierst |
| Andere Bitcoin-only-Apps | App oder Broker, nur Bitcoin | Kein Altcoin-Angebot, oft Fokus auf Sparpläne und Auszahlung in die eigene Wallet | Aktuelle Konditionen auf der Website des Anbieters | Kein Partnerlink |
| Krypto-Broker mit vielen Coins | Broker oder Börse | Grosses Angebot an Altcoins und Trading-Funktionen, die für langfristiges Bitcoin-Sparen nicht nötig sind | Aktuelle Konditionen auf der Website des Anbieters | Kein Partnerlink. Prüfe, ob eine Auszahlung auf die eigene Wallet möglich ist |
| Bank oder Neobank | Kauf im bestehenden Bankkonto | Bequem, aber nicht jede Bank erlaubt die Auszahlung in eine eigene Wallet | Aktuelle Konditionen auf der Website des Anbieters | Kein Partnerlink. Vor dem Kauf nach der Auszahlung fragen |
Reihenfolge ohne Wertung. Konditionen ändern sich, prüfe sie immer direkt beim Anbieter.
So läuft der erste Kauf ab
- Anbieter auswählen und die App nur aus dem offiziellen App Store oder über die Website laden, die du selbst eintippst.
- Registrieren und identifizieren. Halte Reisepass oder Personalausweis bereit. Diese Identifizierung ist gesetzlich vorgeschrieben.
- Einzahlen. Meist per SEPA-Überweisung in Euro. Achte auf den Verwendungszweck, den dir der Anbieter vorgibt.
- Bitcoin kaufen. Gib den Betrag in Euro ein. Vor der Bestätigung siehst du, wie viele Bitcoin du bekommst und welche Gebühren anfallen.
- Auszahlen. Sende die Bitcoin an deine eigene Wallet. Beim ersten Mal nur einen kleinen Testbetrag.
Warum die eigene Wallet so wichtig ist
Solange deine Bitcoin bei einem Anbieter liegen, hast du nur ein Guthaben. Die Schlüssel hält der Anbieter. In der Vergangenheit sind immer wieder Krypto-Plattformen insolvent geworden oder wurden gehackt, und Kunden kamen nicht mehr an ihr Geld. In der Bitcoin-Szene heisst es dazu kurz: „Not your keys, not your coins“, also: Nicht deine Schlüssel, nicht deine Bitcoin.
Mit einer eigenen Wallet hältst du die Schlüssel selbst. Das bedeutet mehr Verantwortung, aber auch volle Kontrolle. Welche Wallet-Art zu welchem Betrag passt, erklärt der Ratgeber Bitcoin sicher aufbewahren. Wenn du eine Hardware-Wallet nutzen willst, hilft dir die Anleitung Hardware-Wallet einrichten.
Gebühren verstehen
Beim Bitcoin-Kauf können mehrere Kosten zusammenkommen:
- Kaufgebühr: Ein Prozentsatz vom Kaufbetrag oder ein fester Betrag.
- Spread: Der Unterschied zwischen dem Preis, zu dem du kaufst, und dem Marktpreis. Er wird oft nicht als Gebühr ausgewiesen, kostet dich aber trotzdem Geld.
- Auszahlungsgebühr: Kosten für die Überweisung an deine eigene Wallet.
- Ein- und Auszahlung in Euro: Meist kostenlos per SEPA, aber nicht immer.
Vergleiche Anbieter immer anhand dessen, was am Ende tatsächlich in deiner Wallet ankommt. Aktuelle Gebühren musst du direkt beim Anbieter nachlesen. Sie ändern sich regelmässig.
Häufige Fallen
- Angebliche Investment-Plattformen mit garantierten Renditen. Wer dir feste Gewinne mit Bitcoin verspricht, will dich fast immer betrügen.
- Anrufe von „Beratern“ oder „Brokern“. Lege auf, wenn dich jemand unaufgefordert zum Bitcoin-Kauf drängt.
- Fernwartungs-Software. Installiere nie auf Aufforderung Programme wie Fernzugriffs-Tools, um „beim Kauf zu helfen“.
Mehr über die häufigsten Maschen steht in Bitcoin-Betrug erkennen.
Sparplan als Alternative zum Einmalkauf
Statt einen grossen Betrag auf einmal zu investieren, kaufen viele Menschen regelmässig für einen festen Betrag. So musst du nicht über den richtigen Zeitpunkt nachdenken. Details findest du im Ratgeber Bitcoin-Sparplan.
Steuern in Österreich
Österreich besteuert Einkünfte aus Kryptowährungen nach eigenen Regeln. Das Finanzministerium erklärt sie auf seiner Seite zur steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen. Bewahre alle Kaufbelege auf, auch für kleine Beträge. Einen Überblick über alle drei Länder gibt Bitcoin und Steuern.
Häufige Fragen
Ist der Kauf von Bitcoin in Österreich legal?
Ja. Der Kauf, Besitz und Verkauf von Bitcoin ist in Österreich erlaubt. Anbieter, die Krypto-Dienstleistungen erbringen, brauchen jedoch eine Zulassung oder Registrierung. Welche das genau ist, solltest du vor dem Kauf prüfen.
Kann ich Bitcoin bei meiner Bank kaufen?
Einige Banken in Österreich bieten den Kauf von Kryptowährungen an. Oft kannst du die Bitcoin dort aber nicht an eine eigene Wallet senden. Frag bei deiner Bank nach, bevor du dich dafür entscheidest.
Wie lange dauert der erste Kauf?
Die Registrierung mit Ausweis dauert meist nur wenige Minuten, kann bei Rückfragen aber auch länger dauern. Die Überweisung per SEPA ist je nach Bank am selben oder am nächsten Werktag da. Danach erfolgt der Kauf in der Regel sofort.
Muss ich Gewinne aus Bitcoin versteuern?
In Österreich gelten für Kryptowährungen eigene Steuerregeln. Was davon für dich gilt, hängt unter anderem vom Kaufzeitpunkt ab. Einen Überblick gibt unser Steuer-Ratgeber, verbindlich klären kannst du es mit einer Steuerberatung.
Dieser Artikel ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.